24.07.2025 – Die Meine-Energie GmbH hat ein Zertifizierungspaket für Unternehmen und Energieberater für den Umgang mit ISO 50001 auf den Weg gebracht.

Das System von Meine-Energie berechnet den EnPI (Energy Performance Indicator), der die Effizienz abbildet. Quelle: Meine-Energie GmbH
Mit der ISO 50001 können Unternehmen und Institutionen ihren effizienten Umgang mit Energie dokumentieren und Fortschritte bei Einsparungsmaßnahmen nachweisen. Das Energiekonto von Meine-Energie stellt die dafür nötigen Daten bereit. Nun bietet das Unternehmen aus Senftenberg Schulungen und Einführungsunterstützung für selbstständige Energieberater sowie Unternehmensabteilungen im Bereich kaufmännisches Energiemanagement. Das Ziel ist es, alle Daten für die Errechnung der zertifizierungsrelevanten Energieleistungskennzahl (EnPI) vorzubereiten und für die jährlichen Audits auszuwerten. Damit werde nach Angaben von Meine-Energie die bisher übliche manuelle Erfassung und Auswertung über Excel-Listen überflüssig und der Aufwand für die ISO-50001-Zertifizierung drastisch verringert.
Sammlung aller Erzeuger- und Verbrauchswerte für den EnPI
Im webbasierte Energiekonto fließen die Werte für Verbrauch und Erzeugung aus allen Zählpunkten an allen Standorten eines Unternehmens zusammen. Zudem werden die verknüpften Verträge und somit die Kosten erfasst. „Das System unterstützt auf diesem Wege vielfältige Prozesse wie das Energiecontrolling, die Erstellung von Energiebilanzen für die Energiesteuer, das Verwalten von Kosten und Verbräuchen, die detaillierte Kosten- und Verbrauchsplanung, die Weiterverrechnung von Energiekosten, den Energieeinkauf sowie die Rechnungsprüfung“, gibt Meine-Energie an.
Ergänzend zu Verbrauchs- und Vertragsdaten können User weitere Informationen hinzufügen. Dazu gehören beispielsweise Flächen, Betriebsstunden oder Stückzahlen aus der Produktion, die in Relation zum Energieverbrauch gesetzt werden. Dazu kommen weitere variable Einflussfaktoren wie Gebäudenutzungszweck, Produktarten, Produktionslinien oder Gradtagszahlen. Daraus errechnet sich der EnPI (Energy Performance Indicator), der die Effizienz abbildet.
„Nach den allgemeinen Anforderungen müssen mindestens 80 Prozent der Energieverbraucher in die Berechnung einbezogen und nachvollziehbar dargestellt werden. Mithilfe des Energiekontos können wir diesen Faktor auf 100 Prozent erhöhen“, sagt Energieberater Jens Hapke.
Hapke schätzt vor allem den geringen Aufwand des Energiekontos: „Vielfach werden bei der Errechnung zudem variable Faktoren nicht ausreichend einbezogen, weil die Erfassung schwierig ist. Auch hier bietet das Energiekonto Unterstützung, sodass am Ende ein valides und vor allem nachvollziehbares Ergebnis vorliegt – und das mit deutlich weniger Aufwand als bei dem herkömmlichen Vorgehen mit Exceltabellen. Denn gerade bei selbstgebauten VBA-Tabellen oder Copy-Paste-Lösungen sind Fehler keine Seltenheit. Die Folge sind enormer Aufwand bei der Nachkorrektur oder falsche Energieleistungskennzahlen.“