
Weitere 50 MW Windenergie aus EnBW Offshore-Windpark „He Dreiht“ in der Nordsee gehen ab 2026 an Evonik. Symbolbild: EnBW Energie Baden-Württemberg AG / Fotograf: Rolf Otzipka
02.02.2023 – Der Spezialchemie-Konzern Evonik hat die Kooperation mit dem Versorger EnBW erweitert und einen zweiten Stromliefervertrag aus dem geplanten Offshore-Windpark „He Dreiht“ geschlossen. Über das erste Power Purchase Agreement (PPA) im vergangenen Jahr wurde bereits eine Abnahme von 100 Megawatt (MW) vereinbart (E-Quadrat berichtete), durch den zweiten Vertrag steigt dieses Volumen um weitere 50 MW. Damit könne das Spezialchemieunternehmen voraussichtlich ab 2026 insgesamt mehr als ein Drittel seines Strombedarfs in Europa decken. Auch bei der zweiten Tranche beträgt die Laufzeit 15 Jahre.
900 MW EnBW-Offshore-Windpark soll 2025 in Betrieb gehen
Der Windpark „He Dreiht“ wird etwa 90 Kilometer nordwestlich von Borkum und rund 110 Kilometer westlich von Helgoland errichtet und soll Ende 2025 in Betrieb gehen. EnBW sicherte sich 2017 in der ersten Offshore-Ausschreibung in Deutschland mit einem Null-Cent-Gebot den Zuschlag. Der förderfreie Offshore-Windpark zählt dem Versorger zufolge derzeit europaweit zu den größten Projekten der Energiewende. Erstmals sollen Turbinen mit einer Leistung von 15 Megawatt zum Einsatz kommen. EnBW plane die finale Investitionsentscheidung noch im ersten Quartal 2023.