04.03.2026 – Die Altmark-Käserei Uelzena und die MVV Enamic entwickeln ein Anlagenkonzept für die Milchverarbeitung am Standort Bismark.

Die Altmark-Käserei Uelzena in Bismark. (Bild: Altmark-Käserei Uelzena GmbH)
Die Käserei im sachsen-anhältischen Bismark erhält eine Ammoniak (NH3-)-Kältezentrale mit einer Leistung von 7,4 Megawatt und Wärmepumpen (bis zu 7,5 Megawatt Leistung) für die Warmwassererzeugung. Außerdem ergänzen drei Eisspeicher und ein 1000 Kubikmeter Schichtenspeicher das Konzept. Dies ermögliche die Speicherung von 12 Megawattstunden Kälte beziehungsweise 23 Megawattstunden Wärme. MVV Enamic, Tochter der Mannheimer MVV Energie AG, plant, finanziert und errichtet die Anlagen in Bismark. Diese arbeiten nach dem Prinzip der intelligenten Abwärmenutzung. Vier Kolbenverdichter erzeugen die benötigte Kälte, während die dabei entstehende Prozesswärme direkt über die Wärmepumpen für die Warmwassererzeugung genutzt wird. Auf diese Weise spare die Käserei etwa 95 Prozent ihres Erdgasverbrauchs ein.
Insgesamt beziffert MVV Enamic die CO2-Einsparungen für das Unternehmen auf ungefähr 6.000 Tonnen pro Jahr. Die Wärme- und Kälteerzeugung könne durch die Anlagen flexibel am Bedarf und an Marktpreisen ausgerichtet werden. Das Projekt ist über eine Laufzeit von zwölf Jahren vereinbart, MVV Enamic übernimmt in diesem Zeitraum auch das Energiemanagement der Anlagen. Die planmäßige Inbetriebnahme erfolgt Ende 2027. Fördermittel gibt es aus dem EEW-Programm, der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft.
„Die neue Kälte- und Wärmelösung ist ein zentraler Baustein unserer Nachhaltigkeitsstrategie und stärkt gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Olaf Braumann, Geschäftsführer der Altmark-Käserei. „In Zusammenarbeit mit MVV Enamic haben wir ein Konzept entwickelt, das unsere Anforderungen an Energieeffizienz und Versorgungssicherheit erfüllt und langfristig wirtschaftliche Vorteile bietet.“ (cst)




